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Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie

Kinder, Jugendliche und Familien stehen im Laufe ihrer Entwicklung vor verschiedensten Herausforderungen, welche im Allgemeinen mit den vorhandenen Ressourcen der Familie gut bewältigt werden können. Manchmal kann es jedoch sein, dass man mit den eigenen Möglichkeiten nicht mehr weiterkommt bzw. der Blick auf Selbsthilfepotentiale verstellt ist – dann empfiehlt es sich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Klinisch -psychologische Diagnostik

Eine diagnostische Abklärung der Symptome und Ursachen ermöglicht ein klareres Verständnis für die Schwierigkeiten des Kindes, des Jugendlichen oder der Familie und eine individuelle Planung der weiterführenden Behandlung. Im Rahmen der klinisch-psychologischen Diagnostik werden die kognitive und emotionale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen anhand aktueller, objektiver testpsychologischer Verfahren erfasst. Zusätzlich kommen projektive Verfahren zum Einsatz, welche in Bezug auf eine ausführliche Anamnese und die übrigen testdiagnostischen Ergebnisse einen Einblick in die emotionale Erlebniswelt der Kinder und Jugendlichen ermöglichen.

Klinisch-psychologische Beratung und Behandlung

Im Rahmen der klinisch- psychologischen Beratung bzw. Behandlung ist die Einbeziehung des gesamten Familiensystems in den Behandlungsprozess wesentlich (Familien- und Einzelsetting sowohl der Eltern als auch der Kinder). Gespräche, spielerische und kreative Methoden (Malen, Basteln, Handpuppen, Körperarbeit, Entspannungstechniken) werden je nach Bedarf eingesetzt.

Ziel der Behandlung ist es:

  • vorhandenes Entwicklungspotential zu erkennen und zu fördern
  • neue Bewältigungsstrategien innerhalb der Familie gemeinsam zu erarbeiten und Ressourcen der Familie zu aktivieren
  • den Transfer in den Alltag zu erproben und zu evaluieren.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Da Auffälligkeiten und Schwierigkeiten oftmals auch in anderen Bereichen (Kindergarten, Schule) auftreten und eine Familie im Laufe der Bewältigung an verschiedenste Institutionen und Fachgruppen (Ärzte, Therapeuten) weitergeleitet wird, ist eine interdisziplinäre Vernetzung (nur mit Einverständnis der Klienten bzw. Erziehungsberechtigten!!!) bzw. die Berücksichtigung der die Familie umgebenden Systeme ein wesentlicher Bestandteil der klinisch- psychologischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Supervision

Ziel von Supervision ist die Professionalisierung des beruflichen Handelns und die Bewältigung von Belastungen im Zusammenhang mit dem beruflichen Alltag. Zielgruppe sind Menschen in Berufen mit hohen psychischen Belastungen, z. B. Erzieher, Lehrer, Sozialarbeiter, usw. Probleme und Geschehnisse können aus der Distanz und vom unmittelbaren Handlungsdruck befreit verbalisiert und reflektiert werden. Neue Handlungsperspektiven werden erarbeitet, erprobt und überprüft.

Schweigepflicht

Klinische und GesundheitspsychologInnen unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht und sind somit zur Verschwiegenheit über alle ihnen in Ausübung ihres Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet. Für die Zusammenarbeit mit anderen Fachgruppen bedarf es stets einer Zustimmung der Klienten bzw. des Erziehungsberechtigten. Eine Ausnahme besteht nur bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, wenn dadurch in einer Notlage ein unmittelbar drohender Nachteil von sich oder anderen abgewendet werden kann.

Mag. Caroline Lehner-Steindl
Klinische und Gesundheitspsychologin Kinder-, Jugend- und Familienpsychologin, Wahlpsychologin

0660/8111598